HH Diaries

Mega Mädels: Maggie von Stahlpink

Auf dem Blog will ich euch in Zukunft einige tolle Mädels vorstellen.
Eines dieser Mega-Mädels, und auch diejenige, die den Begriff geprägt hat, ist Maggie von Stahlpink.
Maggie ist frisch in der Welt der Selbstständigen und nimmt uns alle auf ihrem Weg mit.
In ihrem Podcast erzählt Sie auch von den weniger schönen Seiten der Selbstständigkeit.

Da der Januar für uns alle stressig ist, freue ich mich umso mehr, dass du dir etwas Zeit genommen und mir ein paar Fragen beantwortet hast. Tausend Dank dafür!

Wenn ihr mehr von Maggie sehen wollt, dann schaut unbedingt auf Instagram und in ihrem Shop vorbei!

Schnappt euch einen Kaffee und viel Spaß! 🙂

Wenn du dich und dein Business in 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?
Mega, quirlig und selbstbewusst

 

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
Super Frage. Ich bin in der privilegierten Situation, dass mein Freund vor mir aufsteht. Das bedeutet, ich werde mit einem schönen, frischen Kaffee geweckt, bevor er in’s Büro fährt. Meistens lese ich morgens etwas oder scrolle kurz durch Instagram. Ich bin ein großer Fan von Morgenritualen, das beinhaltet Yoga und ein entspanntes Frühstück. Ohne durchstrukturierte to-do-Liste bin ich nichts, damit starte ich immer in den Arbeitstag. Dabei sieht jeder Tag etwas aus: manchmal steht Produktgestaltung auf dem Plan, am nächsten Tag Foto-Shooting für die Produkte und Instagram, eine Podcastaufnahme oder das Schreiben von Blog-Artikeln. Mir macht diese Vielfalt sehr viel Spaß. Mittags koche ich mir gerne etwas frisches und höre einen Podcast oder ich gehe auf den Wochenmarkt. Anders als das Selbstständigen-Klischee behauptet, habe ich geregelte Arbeitszeiten. Bei mir ist meistens um 19 Uhr Schluß, wenn mein Freund wieder von der Arbeit zurück kommt. Dann wird auch wirklich abgeschaltet und ich mache mir nach Feierabend keinen Stress mehr.

Woher kam der Entschluss dazu, dich selbstständig zu machen?
Bereits im Design-Bachelor hatte ich ein kleines Label mit selbstgestaltetem Schmuck und fand diese selbstbestimmte Tätigkeit ganz toll. Nach dem Master habe ich mich wie so viele dazu gedrängt gefühlt, eine Festanstellung anzunehmen. Ich habe ein Jahr lang in einer Digital-Agentur gearbeitet, habe aber bald gemerkt, dass dieser Job nichts für mich ist. Dann habe ich nach einer anderen für mich sinnvollen Tätigkeit gesucht und gemerkt, dass keine einzige ausgeschriebene Stelle mich angesprochen hat. Deshalb habe ich mir selbst einen Job geschaffen.

Und ist dein Business bisher so angelaufen, wie du es dir vorgestellt hattest?
Ich bin auf jeden Fall genauso glücklich wie erhofft und jeden Tag froh, mein eigenes Ding machen zu können. Vor Beginn der Selbstständigkeit habe ich einen Business-Plan geschrieben, auch um die Rentabilität meines Vorhabens besser abschätzen zu können. Um ganz ehrlich zu sein, hat es sich in dieser Hinsicht noch nicht ganz so entwickelt wie erwartet, aber nach drei Monaten bin ich noch ganz entspannt und sehe auf jeden Fall eine positive Entwicklung. Was mich umhaut, ist die tolle positive Resonanz, die ich jeden Tag auf meine Produkte, den Podcast und Blog-Beiträge erhalte.

Wolltest du schon immer Schmuck designen oder hattest du zu Beginn auch andere Ideen für deine Selbstständigkeit?
Natürlich habe ich in verschiedene Richtungen überlegt. Hoch im Kurs stand auch ein Blog für russische Rezepte, weil ich aus Russland stamme und das stärker ausleben wollte. Da ich sehr sportlich bin, habe ich auch überlegt, eine Yoga-Trainer-Ausbildung zu machen, aber diesen Traum habe ich nun in die Zukunft verschoben.

In deinem Podcast erkenne ich mich oft selbst wieder & freue mich auch auf jede neue Folge – es ist schön auch mal die ungeschönte Wahrheit zu hören – wie ist denn dein Feedback bisher? (Ich hoffe ja, deinen Podcast auch nach den 12 Monaten noch hören zu können 😉 )
Erstmal Danke! Und tatsächlich erhalte ich viel positives Feedback von Frauen, die sich auch erst kürzlich selbstständig gemacht haben oder diesen Schritt planen. Ich plaudere im Podcast ja auch meine Fehler aus, z.B. beim Antrag auf den Gründungszuschuss und da kam von einigen die Reaktion, den gleichen Fehler gemacht zu haben. Ich glaube das ist sehr bereichernd für andere, auch bei Fehlern oder Problemen zu merken, dass sie nicht alleine damit sind. Sehr positiv wird auch aufgenommen, dass ich genau erkläre, wie ich den Start meiner Selbstständigkeit finanziere. Dieses Thema ist sehr wichtig, findet aber in anderen Medien kaum Beachtung.

Ich versuche mich an Yoga und Meditation – was machst du denn, um von der Arbeit abschalten zu können?
Wie schon oben beschrieben, steht Yoga auch bei mir fast täglich auf dem Programm. Außerdem habe ich die Headspace-App und versuche mittags immer eine Meditations-Session einzulegen. Kann es nur empfehlen, da ich den Eindruck habe, danach super inspiriert zu sein und frischere Ideen zu haben. Um Stress abzubauen muss ich auch regelmäßig joggen gehen, das geht aber natürlich alles nur wenn die Zeit es zulässt. Da ich im Home-Office arbeite und somit fast den ganzen Tag alleine bin, ist es unverzichtbar, regelmäßig Freunde zu treffen. Interessanterweise hat sich durch die Selbstständigkeit auch mein Freundeskreis sehr verändert und ich pflege eher die Freundschaften, die mir wirklich wichtig sind. Oberflächliche Freundschaften sind zurück gegangen.

Wenn du jungen Frauen einen (Karriere) Tipp geben könntest, welcher wäre es?
Als frischgebackene Gründerin bin ich vorsichtig damit, altkluge Karriere-Ratschläge zu vergeben. Aber was ich fest gestellt habe ist, dass der allererste Schritt zur Zufriedenheit ist, sich selbst gut kennen zu lernen und ehrlich mit sich selbst zu sein. Ich habe mein ganzes Studium lang und auch noch danach Idealen und Zukunftsplänen nach gehangen, die eigentlich gar nicht zu mir passten. Als mir das alles klar wurde, konnte ich Bilanz ziehen und mich fragen: was mache ich eigentlich gerne? Was sind meine Stärken und was ist mein warum? Erst danach konnte ich meinen eigenen Weg gehen. Also kurz gesagt: Do the work that feeds your soul.

Zum Jahreswechsel hat man ja oft ein paar Vorsätze & Ziele – was sind deine Ziele für 2018?
Ich möchte 2018 drei weitere Kollektionen für mein Label stahlpink heraus bringen und bin schon ganz gespannt, was dabei raus kommt. Die zweite stahlpink-Kollektion steht schon in den Startlöchern. Dann würde ich die stahlpink-Produkte gerne in stationären Läden platzieren. Bisher passiert der gesamte Verkauf über meinen eignen Web-Shop und das wird 2018 weiter ausgebaut. In Hamburg gibt es ja auch einige wunderschöne Design-Läden, vielleicht bin ich auch ganz bald vor Ort zu finden. Außerdem hoffe ich natürlich auf weiteren anregenden Austausch so wie mit dir! Aber da mache ich mir gar keine Sorgen 🙂

 

Previous Post Next Post

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply